Lupin netter Segugio Ariègois Rüde, 5 Jahre alt

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Lupin netter Segugio Ariègois Rüde, 5 Jahre alt

Beitragvon theo am 02.04.2010, 15:57

Lupin befindet sich inzwischen bei seiner Pflegefamilie in Freiburg. :D

ist der Bruder von Shade und braucht ebenso wie sie besondere Menschen,die ihm zeigen das
es auch noch gute Menschen gibt und es sich lohnt vertrauen zuhaben.Seine Wunden heilen
Tag für Tag etwas mehr zu. Die seelische Not braucht noch Geduld und Zeit,aber er wird seinen
Weg finden ....Schritt für Schritt in ein entspanndes und zufriedenes Leben.

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Lupin seine Augen sprechen Bände und er wartet auf ein besseres Leben,er ist ca.
60 cm groß,bereits kastriert und fertig für eine spannende Lebens -Reise.

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Wohin seine Reise gehen mag,liegt in unseren Händen und ich hoffe es gibt jemanden

dessen Herz er erobern wird,dann bitte schnell eine Mail an info@segugio-in-not.de

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Zuletzt geändert von theo am 22.03.2011, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Sonja
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Beitragvon theo am 19.03.2011, 23:08

Lupin hat es endlich geschafft,er darf in kürze bei seiner Pflegefamilie einziehen :D
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Beitragvon theo am 23.03.2011, 23:03

Eine der zartesten, liebsten und gleichzeitig gebrochensten Hundeseelen dieser Welt ist am vergangenen Sonntag bei uns gelandet. LUPIN!



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Von seinem italienischen Überbringer liebevoll „Luhpän“ genannt, konnte Lupin nicht wie üblich von Auto zu Auto umsteigen (ich hatte eine Faltbox für ihn dabei) sondern

musste mitsamt (bzw. in) seiner Box umgeladen werden. Bei der Übergabe wurde mir auch strengstens empfohlen ihn NICHT aus der Box zu holen ohne ihn IN das Haus

gebracht zu haben. Er sei ein extremer Angsthund!!!

Im Haus angekommen, öffneten wir seine Box und leinten ihn als erstes an. Offensichtlich war er leicht sediert, da er ziemlich schlaftrunken aus der Box torkelte. Das stellte

sich als großen Vorteil für mich heraus da ich ihm, kaum draußen, ganz schnell ein Geschirr verpassen konnte ohne dass er dies groß zu Kenntnis nahm. Wie wir später

feststellen mussten, kann Lupin im nüchternen Zustand nämlich nicht ohne weiteres angefasst werden.

Ich gebe zu, mein erster Eindruck von Lupin war „ein häufchen Elend“, so wie er dastand und guckte…..

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Doppelt gesichert lief ich einige Runden mit ihm durch unseren Garten in der Hoffnung er würde sich lösen…war aber nicht. Auffällig war, dass er direkt neben mir, fast an

meine Kniekehle gepresst lief. Als ob er das profimäßig gelernt hätte…


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Als er jedoch im Haus frei war, lief er panisch von mir (uns) weg und wurde natürlich komplett in Ruhe gelassen. Bei aller Angst die er hatte, ließ er es sich aber nicht

nehmen, das ganze Erdgeschoss ausgiebig zu inspizieren. Sehr, sehr vorsichtig aber auch sehr, sehr neugierig. Finde ich übrigens ein ganz, ganz tolles Zeichen.



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Ach, mit unserer Hündin Mora gab es übrigens eine ganz süße Begrüßung, Mora hat sich gefreut, ich glaube Lupin auch. Obwohl er mit der Koordination seiner Feinmotorik

alle Pfoten voll zu tun hatte, war sein freudiges wedeln nicht zu übersehen.



Ich blicke nun auf 3 sehr erlebnisreiche Tage mit Lupin zurück, die für mich, trotz einigen Erfahrungen mit auch ängstlichen Pflegehunden, sehr viel Neuland bedeuten.


Er frisst zu Zeit nicht aus einem Napf (habe mehrere ausprobiert, er mag sie alle nicht, hier sitzt er in „seiner“ Ecke, die liebt er irgendwie)….

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….aber aus meiner Hand frisst er (das Hundesofa het er schon erobert :wink: ).


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Liegt vielleicht auch daran dass er nun Durchfall bekommen hat. Bei dem Stress ist es auch kein Wunder. Es ist Schonkost angesagt, Kotprobe ist auch schon beim TA, falls was ist, können wir ihn behandeln (ohne

TA Besuch!).

Lupin konnte sich bisher nie draußen lösen, hat trotz mehrmalige Gartengänge an der Leine (ich hatte solche Panik dass er mir abhaut) die 2 Tage ca. 20 h durchgehalten

um sich endlich und scheinbar ungern in unserem Wintergarten zu entleeren, der arme Kerl. Mein Mann und ich haben nun in stundenlanger Werkelei unseren Zaun so

ge“tuned“ dass Schwachstellen und Löcher erhöht bzw. gestopft wurden. Heute war unser erste leinenlose Gang im Garten….und siehe da, Lupin hat es ca 1 min lang laufen

lassen, um anschließend mit mir und Mora ins Haus zu marschieren. Es sind mini-Schritte, aber es sind welche…..die auch mich dermaßen glücklich machen.

Vor ca. 15 min bin ich an seinen Platz gegangen, habe mich quasi vor seine Nase gesetzt und Fotos von ihm gemacht,. Er ist nicht weggelaufen, hat etwas geblinzelt und

wollte eigentlich weiterschlafen. Findet ihr nicht auch dass er ein wenig entspannter guckt?

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In seinem Pflegestellen-Suche Eintrag, weiter oben steht „Wohin seine Reise gehen mag,liegt in unseren Händen“…Ich glaube mit der Ankunft hier in Freiburg hat Lupins

große Reise erst Begonnen, das Abenteuer „neues Leben“ kann losgehen.
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Beitragvon theo am 26.03.2011, 15:39

Lupins 5. Tag bei uns:

Also, wir haben die Kette gegen ein weiches Halsband getauscht, der Durchfall ist im Griff, er friss wieder gerne und aus dem Napf……und wie ich bereits vermutet hatte: Lupin ist stubenrein! (Auch wenn hin und wieder was daneben gehen wird, weil wir beide noch lernen müssen uns diesbezüglich zu verständigen, ist es für ihn alles andere als selbstverständlich ins Haus zu machen).

Seit Lupin sich nun zwar unter Aufsicht, aber ohne Leine im Garten aufhalten kann, ist es für ihn kein Problem mehr sich draußen zu lösen. Wenn ich zuhause bin, lasse ich ihn in den Garten raus gehen wann und wie oft er möchte. Das tut er dann auch hin und wieder, erkundet und schnüffelt viel. Braucht dabei auch nicht mehr die Begleitung von Mora, ganz mutig unserer Lupin! Wenn ihm etwas unheimlich ist, kommt er sofort ins Haus gelaufen! Super! Genau das hatte ich mir erhofft, also dass er hier drinnen Schutz vor „Gefahren“ suchen würde.
Wir haben hier zwei Krähen, seit Jahren schon kommen sie uns regelmäßig besuchen um übrig gebliebene Futterbrocken der „Leckerlisuche“ unserer Hunde zu stibitzen. Heute sind sie während Lupins Gartenrunde ganz frech direkt neben ihm gelandet. Lupin hat kurz geschaut und ist dann in zwei lustigen Luftsprüngen auf sie zugehoppelt. Seine Rute ging hoch und er hatte sichtlich Spaß an der Aktion. Leider konnte ich nicht so schnell die Kamera zücken, dafür gibt es ein paar belanglosere Bilder von heute:

Sein wunderschönes, edles Profil:


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…die Ecke liebt er immer noch. Er „parkt“ seinen Hintern dort regelrecht im Rückwärtsgang ein :? :? :

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Tagsüber wird überwiegend gemeinsam „gechillt“, abgesehen von seiner Ecke findet er das Sofa auch ganz dufte:


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Ganz ohne Leine…..


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…..uh-uuuuh…ich gehe lieber wieder rein!


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und last but not least; Lieber Herr Lupin-Laufhund-Ariegois, machen sie doch bitte eine, für ihren Beruf typische Bewegung ! : :lol: :lol:



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Wah! Ihr ahnt nicht was für ein Süßer er ist...
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Beitragvon theo am 07.05.2011, 16:12

Seit zwei Tagen vermisse ich meine Hausschuhe. Nun, ich vergesse sie manchmal in irgendeinem Raum, war gestern zu faul sie intensiv zu suchen und habe ein anderes

Paar angezogen die ich aus dem Schuhschrank gekramt habe. Heute Morgen tippelte auch meine Tochter „ohne“ durch die Küche. Auf die Frage warum, antwortete sie, sie fände ihre Hausschuhe nicht. Etwas frustriert dachte ich „wie die Mutter so die Tochter, was sind wir bloß für Schussels „…. :schaf: :? .

Soweit die eine kleine Geschichte.

Kommen wir zu Lupin.

Als ich seinen Namen vor einiger Zeit zum ersten Mal sah, musste ich sofort an die Romanfigur und Serienheld Arséne Lupin denken. Ich gehöre ja eher zu den

älteren Semestern hier und habe als Kind, die gleichnamige Fernsehserie sehr geliebt. Ob sie in Deutschland auch ausgestrahlt wurde weiß ich nicht, aber bei uns in der

Türkei war sie in den 70 er Jahren der Renner, neben „Bonanza“, „Mit Schirm, Charme und Melone“ & Co…


Wie nun die beiden Sachen zusammen gehören?

Ich zitiere aus Wikipedia:


„Arsène Lupin ist eine Romanfigur des französischen Autors Maurice Leblanc.


…..Arsène Raoul Lupin ist ein geborener Gentleman…………


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….Neben Latein, Englisch und Griechisch beherrscht er mehrere moderne Sprachen fließend. Er ist Meister der Verkleidungskunst und der Verstellung ….


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………..sowie verschiedener Kampfsportarten…….

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……………und ein ausgesprochener Kunstkenner und Maler – in der hohlen Nadel bei Étretat hortet er auserlesene Kunstschätze,…………………………………“ :



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Das ganze Foto :Grins: :


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Zu sehen sind die Hausschuhe meiner Tochter, meine liegen darunter…..seine „Kunstschätze! :lol:


Der Name ist also doch Programm...


Ist das nicht total SÜÜÜÜSSSS?

Immerhin mag er die nach unseren Füßen duftenden Puschen, ich bin voller Hoffnung dass es mehr werden könnte :Bounce: .
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Beitragvon theo am 07.05.2011, 16:13

Der wunderschöne Lupin wird ein kleines bisschen mutiger!

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Wir befinden uns genau am Anfang der 6. Woche seines Aufenthaltes hier und Lupin geht es soweit gut. Seine anfängliche „Panik“ vor uns legt sich allmählich und es gibt

fast täglich mini-Fortschritte zu verzeichnen. Wenn er auf seinem Platz liegt, kann ich (auch frontal) zu ihm kommen und ihn streicheln. Er kann in den Garten kommen auch

wenn wir uns dort aufhalten was früher nicht möglich war. Bevor ich aber nun anfange jede dieser einzelnen kleinen Fortschritte aufzuzählen, möchte ich lieber beschreiben

wie sich ein ganz normaler Tag mit Lupin zu Zeit gestaltet. Und ich muss sagen, es läuft erstaunlich unkompliziert ab.

Unser Alltag ist (sowieso bedingt durch Arbeitengehen, Kind, Schule, weiterer Hund usw.) ziemlich klar gegliedert und ich versuche darauf zu achten dass die Abläufe die ihn

direkt betreffen (fast) immer gleich sind. Neben Bachblüten die ich ihm in sein Trinkwasser gebe, bin ich bemüht die Interaktionen mit ihm so zu gestalten dass er einerseits

nicht in seine Angst zurückgedrängt wird, andererseits aber soweit für ihn erträglich und annehmbar, auch eine Art sehr sanfte „desensibilisierung“ erfährt.

Zu Bachblüten muss ich sagen, dass ich mich da gar nicht auskenne aber mit Hilfe einer bekannten Tierheilpraktikerin die empfohlene Mischung(en) für ihn bekommen

konnte.


Ich fange mal mit dem Ende eines Tages an und schildere unsere übliche Morgenprozedur.

Ich gehe zwischen 23 u d 02 h, als ausgesprochene Nachteule meist als letzte ins Bett. Schlafzimmer befinden sich im 1. Stock unseres Hauses, Hunde haben die Möglichkeit

sowohl in unserem Schlafzimmer als auch im Flur davor diverse Liegeplätze zu beziehen. Mora kommt immer innerhalb der ersten Stunde nach meinem Abgang hoch und

legt sich dann irgendwo ab, Lupin denkt nicht daran hoch zu kommen, und bleibt auf seinem Lieblingsplatz auf „seinem Sofa“ liegen. Wir schlafen, jeder wo er ist, tief, fest

und träumen süß. :Schlaf:

Morgens so zwischen 6-7 h, wache ich, wenn nicht durch meinen Wecker, mit einem Piensen von Lupin auf. Stehe dann (immer noch :D ) fast senkrecht im Bett, werfe

mir einen Bademantel über und laufe runter, ich weiß mittlerweile, Lupin „muss“ dann dringend.

Am Ende der Treppe angekommen, kann ich Lupin sehen der schon auf seinem Sofa stehend oder sitzend auf mich wartet:

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Dann folgt er mir, ganz geduckt und etwas eilig Richtung Gartentür. Sobald die Tür geöffnet ist, gibt es kein Halten mehr, da schießt er wie eine Rakete an mir vorbei und

läuft raus. Er schafft es noch nicht furchtlos an (stehenden) Menschen vorbei zu gehen.

Dann beobachtet er mich von einer entfernten Ecke aus, bis ich in der Küche verschwinde:


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......überzeugt davon, dass ich nun das Fressen für die Hunde zubereite, widmet er sich seinen Geschäften die er brav in den hintersten Ecken des Gartens erledigt.

Nebenbei bemerkt, einen Rüden, der so gar keine Pipi-Löcher in den Sträuchern und Stauden hinterlässt, hatten wir noch nie :lol: .



Entspannung mit etwas „walking“ ....

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.......dann noch ein bisschen STRrreeeeeetccCHING!

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Nachdem die Näpfe gefüllt und an ihre Plätze gestellt werden (Mora frisst in der Küche, Lupin braucht noch die Sicherheit des “Sofazimmers”) rufe ich ihn, und wenn er

tatsächlich mit seinen Gartengeschäften fertig ist, kommt er schnurstracks reingelaufen und setzt sich erst mal wieder auf seinen Sofaplatz.

Er braucht immer noch ein Weilchen bis er sich „traut“ mit dem Fressen loszulegen, am Anfang brauchte er so 15 min Anlaufzeit, mittlerweile sind wir bei ca. 1-2 min.

Bevor er anfängt, muss ich vorher noch die Türen zu diesem Zimmer schließen um zu verhindern dass die verfressene Mora sich evtl. über sein „herrenlosen“ Napf hermacht.

Wenn er schon dran ist, wartet sie geduldig bis sie den Napf „nachputzen“ darf, aber wehe er hat noch nicht angefangen, da wird die Gunst der Stunde gnadenlos

(aus)genutzt.

Während dieser Morgenmahlzeit verteile ich einen Teil der Futterration in Form von gekochten und gewürfelten Hühnerherzen oder getrockneter Lammlunge o.Ä. im Garten.

Wenn Lupin seinen Napf geleert hat rufe ich ihn. Sofort steht er auf und kommt nun gemeinsam mit Mora in den Garten gelaufen. Es beginnt die Suche nach Leckereien, die

ca. 20-30 dauern kann, bis Lupin gaaaanz schweeere Ohreeen bekommt :D :D


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Bei der Leckerchensuche , aber auch allgemein wenn er sich bewegt, ist seine Körperhaltung geduckt und "auf der Lauer", etwa so:


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...und er hat seine Umgebung stets im Auge:

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Aaaaber, es gibt immer häufiger auch Momente wie diese hier:

LUPIN freut sich bei der Leckerchensuche


(leider etwas unscharf und man hört immer wieder das Jauchzen meiner Tochter im Hintergrund, die freut sich natürlich auch wenn Lupuin so „lustig“ drauf ist).


Bevor ich mich dann auf den Weg in die Arbeit mache, gibt es eine kurze „Zusammensitz“-Übung die ich mit Lupin durchführe. Ich setze mich zu ihm an seinen Platz auf

dem Sofa, habe eine Tube Leberwurst (für Hunde) in der Hand. Anfänglich gab es nur Blickkontakt-Leberwurst-Blickkontakt-Leberwurst… Nachdem es für ihn gar nicht mehr so

gruselig war dass ich so nah bei ihm bin, gibt es nun Berührung (z.B. an der Schulter)-Leberwurst-Berührung-Leberwurst….jetzt zuckt er nicht mehr zusammen und ich kann

auch mal ohne Leberwurst zu ihm gehen und ihn berühren, er bleibt ruhig.

:BowDown:

Leider können wir mit Lupin das Grundstück noch nicht verlassen. Dazu muss er erstmal die Halsband-Geschirr und Leinen-Handhabung an seinem Körper, ohne diese großen

Ängste akzeptieren können.

Das ist dann der nächste Punkt den wir angehen werden.

Übrigens hat Lupin keine gesteigerte Angst vor Männern, wie so oft üblich für sogenannte "Angsthunde". Mein Mann der sehr groß ist, eine tiefe Stimme hat und sich alles

andere als "elegant" oder vorsichtig bewegt, kann die Leberwurst-Übung auf dem Sofa genau so machen wie ich, das klappt ganz toll.


Ich werde weiter berichten....
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Beitragvon theo am 10.12.2011, 22:58

Nach langer, langer Zeit mal ein paar Nachrichten von LUPIN.

Seine Blicke sind einmalig finde ich.


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LUPIN geht es gut, ich würde sogar behaupten sehr gut.

Gesundheitlich macht er ein rundherum fitten Eindruck, er frisst gut und gerne und nachdem wir ein Futter gefunden haben das er perfekt verträgt (Rohfütterung habe ich nach 3 Versuchen aufgegeben) ist die Verdauung auch einwandfrei.

LUPIN entwickelt nach wie vor in Mini-Schrittchen Vertrauen zu uns, besonders zu mir als seine Hauptbezugsperson. Das Grundstück können wir immer noch nicht verlassen, Leine Geschirr usw. ist nach wie vor ziemlich gruselig für ihn. Seine Gartenaufenthalte dehnen wir neuerdings unter meiner Aufsicht und Begleitung, auch in den Vorderen Teil aus. Er fängt an diese „Ausflüge“ zu genießen, vorher waren sie purer Stress für ihn und wir haben sie daher lange Zeit komplett ausgelassen. Ich hoffe somit ihn an gemeinsame Unternehmungen mit mir zu gewöhnen. Er folgt mir bei diesen Rundgängen von selbst und nähert sich mir freiwillig so sehr dass ich ihn fast berühren könnte. Sonst hält er immer noch extremen Abstand zu allen menschlichen Wesen, besonders wenn wir draußen sind.
Im Haus ist eine Annäherung von mir oder meiner Familie problemlos möglich, seit ca. 3-4 Wochen zuckt er bei Berührungen nicht mehr zusammen.
Außerdem freut er sich riesig wenn ich von der Arbeit heimkomme und mit ihm in den Garten gehe. Wenn ich ihn aus der Distanz und in der Hocke anspreche, bekommt er regelrechte Wedelattacken und macht Freudensprünge. Da geht mir so das Herz auf….

Er hat einen unglaublich sanften und wundervollen Charakter, er ist 1A verträglich mit allen Hunden und auch Katzen …und wenn er es schafft, unsere Anwesenheit kurzfristig zu vergessen, was immer häufiger vorkommt, zeigt er sich von seiner sehr lustigen und albernen Seite. Ich habe versucht einiges zu filmen und wenn genug zusammengekommen ist werde ich es auch einstellen.

Mora findet LUPIN immer noch seltsam (glaube ich) sie spielt aber ab und an, so sekundenweise mit ihm. Lange Zeit hat sie ihn komplett ignoriert was für sie sehr, sehr ungewöhnlich ist da sie in der Vergangenheit mit ALLEN unseren Pflegis gerne und ausgiebig gespielt hatte. Wir arbeiten daran dass sich diese Spaßsequenzen mehr und mehr ausdehnen. Ich bin ganz zuversichtlich und glaube dass je lockerer LUPIN im Allgemeinen wird, desto mehr er von Mora ernstgenommen wird.

Jedenfalls ist sie trotz Unlust zum Spielen, extrem Nachsichtig mit ihm.

Mora steht ja nicht so auf Körperkontakt mit Mitbewohnerhunden, Lupin jedoch kennt da gar nix!!

Normalerweise liegen die Hunde auf dem großen Sofa jeder in seiner Ecke.
Seit Lupin sich die linke (abgebildete) Ecke als Stammplatz ausgesucht hat, macht sich Mora ein Sport daraus bei der kleinsten Abwesenheit Lupins, diesen Platz sofort zu belegen (früher lag sie fast NIE dort :roll: ).
Nun hat sich wohl in den letzten Tagen, eine auf Knopfdruck krähende Spielzeugkrähe von Mora in der anderen Ecke unter das Kissen verwühlt. Sobald Lupin in der für ihn doofen Ecke sitzt, fängt die Krähe aus dem "Untergrund" 5-6 Mal zu krähen und das findet er ganz gruselig. Er robbt rückwärts so weit von der Geräuschquelle weg, bis er auf Moras Kopf zum sitzen kommt. Seht selbst:

:lol: :lol: :lol:

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:shock: :shock: :shock: :lol: :lol: :lol:

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Mora trägt es (bzw. ihn :wink: ) mit Fassung und sie verweilen bis zu 10 min so. Danach wird aber enstpannt und es wird sich gemütlich in die begehrte Ecke gequetscht : 8) .

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Die Bilder (bis auf die ersten zwei) musste ich mit dem Händy machen daher die schlechte Qualität.

Bis bald... :Kisses: 8)
Gruß Sonja
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Beitragvon assisi am 19.11.2012, 15:54

Ja, uns gibt es noch!

Den schönen, sanften und unglaublich liebenswürdigen Lupin und seine Pflegefamilie .:D

Ich habe mich im Namen von Lupin sehr, sehr lange nicht gemeldet.

Einerseits ist es natürlich ein Unding, ich schreibe sonst eher gerne regelmäßig und ausführlich über meine Pflegehunde aber Lupin ist ein spezieller Hund und das bringt einfach spezielle Vorgehensweisen mit sich.

Die Fortschritte waren klein und haben jeweils lange auf sich warten lassen. Inzwischen denke ich, in den 1.5 Jahren die er nun bei uns lebt, hat er einige tolle Entwicklungen gemacht, und da das Lernen nie aufhört, hat er bestimmt noch einiges vor sich.

Angesichts seiner sehr starken Unsicherheit und extremen Scheu, ging es lange Zeit einfach nur darum, Lupin den Stress zu nehmen dem er alleine durch das Zusammenleben mit uns auf (für seine Verhältnisse) so engem Raum ausgesetzt war. Ich denke das ist einigermaßen gelungen.

Dass er nicht mehr so gestresst ist, merke ich an seinem allgemeinen Bewegungstempo den er ziemlich runtergefahren hat. Er rennt nicht mehr über Tische und Bänke, er muss nicht mehr an uns vorbeirasen wenn er an engeren Stellen keinen großen Abstand halten kann und er muss sich nicht mehr verstecken wenn wir in den Garten gehen, wenn er ebenfalls draußen ist. Außerdem hat er bei gleichbleibender Futtermenge im letzten halben Jahr etwas Speck angesetzt.

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Nicht dass er dick geworden wäre, aber seine spitzen Hüft- und Schulterknochen und seine Wirbelknochen sieht man nicht mehr.

Er ist nach wie vor weit davon entfernt, einen „ganz normalen“ Hundealltag mit Gassigängen, Freilauf, Ausflüge mit der Familie, kuscheln und knuddeln etc. zu führen, aber einige kleine Schritte in diese Richtung hat er schon gemacht.

Er zittert nicht mehr wenn wir ihn anfassen, anfassen geht aber immer noch nur wenn er auf seinem Platz liegt. Wenn er im Garten ist oder im Haus an uns vorbei laufen muss, ist es nicht möglich sich ihm mehr als auf 1 m zu nähern.

Dann ist es inzwischen möglich ihm Geschirr und Leine anzulegen und mit ihm Haus und Garten zu verlassen ohne dass er innerlich und körperlich zusammenbricht.

Das ist die extremste Entwicklung die er gemacht hat die mich so sehr freut.

Vor nicht all zu langer Zeit machte er stets unter sich (entleerte sich komplett!) wenn er Geschirr und Leine angelegt bekam. Wenn er das überstanden hatte, konnte er sich nicht bewegen und verharrte auf seinem Platz. Wenn er es schaffte einige Schritte mit zu gehen, geriet er sofort in Panik wenn Zug auf die Leine kam. Dann war seine sofortige Reaktion in die Leine(n) zu beißen und sie innerhalb von Sekunden zu durchtrennen. Der Versuch ihm das Geschirr anzulassen um ihm den Stress des An- und Ausziehens zu ersparen scheiterte daran dass er diese ebenfalls zerbiss sobald er sich unbeobachtet fühlte.

Nach 15 durchbissenen Leinen und verschiedenen zerstörten Geschirrmodellen freut es mich natürlich riesig dass wir es doch geschafft haben. Die Geduld und Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt!

Zur Sicherheit habe den Bereich der Leine den er mit seinen Zähnen erreichen kann, mit einer Kette versehen. Nun üben wir fleißig Gelassenheit beim Spazieren gehen. Kurze Runden ohne Schreckerlebnisse, Menschen LKWs usw. werden auf Abstand gehalten in dem wir große Bögen um solche Sachen machen. Zurück zuhause gibt es großes Lob und Leberwurst für die Nerven. Er macht sich von Tag zu Tag besser und freut sich mittlerweile wenn ich nach dem „Anziehen“ mit ihm Richtung Tür gehe.

Einige weitere Eindrücke von unserem Alltag mit Lupin:

Weiterhin wird ein Teil der Futter-Tagesration im Garten verteilt, die die Hunde sich zusammensuchen müssen….und Lupin ist gut darin:

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…mit Giada, unserem jüngsten Zugang:

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..mmmh, lecker :D !

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..und die neuen Spaziergänge:

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Klar, Begeisterung sieht anders aus, aber alleine dass er ruhig mitläuft, sich ab und an etwas umschaut oder ein wenig schnüffeln kann ist für Lupin ein großes Ding. Ich hoffe dass es so positiv wie bisher weitergeht…
Herzliche Grüsse Kerstin mit ihren Vierbeinern

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut etwas zu riskieren. (Vincent van Gogh)

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Beitragvon theo am 21.03.2013, 18:28

Wieder einmal ein Lebenszeichen von Lupin! Mit Fotos die ihn zeigen wie er wirklich (auch) ist!

Es geht ihm allgemein sehr guut und er macht nach wie vor mini-Fortschritte.

Inzwischen steht er ab und zu von seinem Stammplatz auf dem Sofa auf, und läuft in dem Bereich des Raumes (der direkt mit unserem Wohnzimmer verbunden ist) herum, streckt und reckt sich, schnüffelt ein wenig herum und legt sich wieder auf sein Platz zurück. Sonst hat er sich während wir Zuhause waren niemals nie bewegt.

Wenn ich mittags von der Arbeit zurückkomme höre ich ihn auf dem Weg vom Auto zur Haustüre lautstark Jodeln, wenn ich reinkomme steht er mit den anderen beiden Hunden im Gang und freut sich `nen Ast! Er kann sich zwar nach wie vor mir nicht ganz nähern, nicht berührt werden aber seine Freude ist eindeutig.


Nachdem es nun möglich ist mit ihm draußen spazieren zu gehen, ohne große Panik jedenfalls, müsste ich langsam anfangen seine Grenzen zu erweitern. Mal weiter weg gehen, oder ihn ans Auto gewöhnen etc. Leider fehlt mir momentan die Zeit solche neuen Bereiche mit ihm anzugehen da meine Junghündin mit ihren 13 Monaten und enormer Energie mich zeitlich und (nervlich :roll: ) sehr fordert.

Die Arbeit mit Lupin braucht viel innere Ruhe und Konzentration was ich nicht eben so „zwischendurch“ aufbringen kann. Ich hoffe aber bei länger werdenden Tagen mehr Zeit für Lupins Entwicklung aufbringen zu können.
Jedenfalls ist mit diesem Rausgehen-Können ein wichtiger Damm gebrochen und ich muss nun dranbleiben um sein Vertrauen und seinen Radius was äußere Eindrucke und Erlebnisse betrifft, zu erweitern.

Nun, ich war so lange hinter Lupin-Fotos her die ihn mal ausgelassen und fröhlich zeigen. Erst jetzt ist es wirklich möglich ihn so abzulichten. Inzwischen toleriert er mich+Kamera in relativer nähe und kann sich trotz meiner Anwesenheit aufs Spiel konzentrieren.

Seht selbst, unser Mr. Flyingears:

Erstmal Solo-Tobebilder:

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..…mit den Mädels:
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...Knotenalaarm! :lol:

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...und kurze Pause:

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Man widmet sich auch anderen wichtigen Dingen :lol: :lol: :

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Als diese Bilder entstanden, war Giada (die Kleine) läufig. Lupin, der sonst nicht einmal Ansatzweise ein Schwerenöter ist, hat hier und da doch die Gelegenheiten zu nutzen versucht, wenn auch am falschen Hund. :oops: :wink:

Es wurde ihm keinesfalls übel genommen, ein strenger Blick der Mädels hat ja auch gereicht ihn sofort aufhören zu lassen.
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Re: Lupin netter Segugio Ariègois Rüde, 5 Jahre alt

Beitragvon Sandyandgang am 08.04.2014, 13:59

Nach langer, langer Zeit habe ich mich mal wieder hier umgesehen!
Mit Begeisterung den Pflegebericht von Lupin gelesen, - er hat mich sehr stark an meine inzwischen verstorbene Segugio-Hündin Candy erinnert :cry:

Sie war geneauso verängstigt und konnte nichts genießen, so sehr war ihre Angst ausgeprägt. Ich war dann eine Pflegestellenversagerin und habe sie nicht mehr abgegeben..... war sogar richtig pampig, als Interessenten bei uns waren und sich für die Süße interessierten :roll:

Wie geht es Lupin heute?
Liebe Grüße
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